Das Mantrailing ist ein Spezialgebiet des Rettungshundewesen. Im Gegensatz zum Fährtensuchhund  folgt der Hund nicht Bodenverletzungen, sondern dem Individualgeruch eines bestimmten Menschen.

Beim Mantrailing werden die Duftmoleküle der vermissten Person gesucht. Die Suche beginnt am letzten vermuteten Aufenthaltsort der vermissten Peron. Dem Mantrailer wird hier ein Geruchsgegenstand der vermissten Person angeboten. ( z.B. getragene Kleidung ) Die Qualität des Geruchsträgers ist entscheidend für den Verlauf der Suche. Diesem Geruchsgegenstand verfolgt der Mantraler, egal ob Stadt oder Land.

 

 

Der Mensch verliert ständig Hautschuppen – in jeder Minute Tausende. Die Hautpartikel werden verwirbelt und verstreut, wenn der Mensch sich bewegt. Neben Hautzellen enthalten die Schuppen häufig weitere Bestandteile beispielsweise Rückstände von Kosmetika. Eine verletzte Person verliert darüber hinaus Blut, das sich dann auf der Spur befindet. Durch das Einwirken von Bakterien auf die menschlichen Zellen entsteht der Geruch, dem der Hund folgt. Die Duftspur des Menschen driftet z. B. durch Windeinwirkung und Sonneneinstrahlung ab, verdünnt sich an einigen Stellen und verdichtet sich dafür eher an windgeschützten Stellen. Menschliche Zellen bleiben unterschiedlich lange Zeiträume erhalten: Hautzellen etwa 36 Stunden, rote Blutkörperchen dagegen etwa 120 Tage. Das allein begrenzt schon die Haltbarkeit einer Duftspur. Zusätzlich kommen Einflüsse wie Witterung, die schon erwähnten chemischen Substanzen, und weitere Stoffe hinzu, die für eine längere oder kürzere Haltbarkeit der Duftspur verantwortlich sind.